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02.10.2026

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Brustgewebe zu dicht? Mammografie sieht zu wenig, sagt der Top-Radiologe | Nina Ruge

In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Clemens Kaiser, Leiter des Mannheimer MRT-Zentrums für Brustkrebsvorsorge (MMZ) an der Universitätsklinik Mannheim. Er forscht seit 25 Jahren an der Mamma-MRT, sein Vater hat das Verfahren 1984 in Erlangen mit begründet. Knapp 19.000 Frauen sterben in Deutschland jedes Jahr an Brustkrebs, genauso viele wie vor 30 Jahren. Mein Gast ist überzeugt, dass das nicht so sein müsste. Wird ein Tumor unter einem Zentimeter entdeckt, überleben fast 99 % der Frauen. Genau diese kleinen Karzinome findet die Röntgen-Mammografie in einer dichten Brust oft nicht, ihre Trefferquote sinkt dort auf 50 %, in sehr dichtem Drüsengewebe sogar unter 40 %. Betroffen ist die Hälfte aller Frauen, und die meisten erfahren ihre Brustdichte nicht einmal. Wir sprechen über Strahlenbelastung, Kontrastmittel, Kosten und darüber, warum Clemens Kaiser seine eigene Frau nur an vier Zentren in Deutschland schicken würde. Eine Folge über eine Methode, die es längst gibt, und über die Gründe, warum sie bisher kaum eine Frau bekommt.